28.05.2013

Großübung der Stadt Witten an der AKNZ

Am letzten Mai Wochenende übte der Ortsverband Witten im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler. Gemeinsam mit Kräften des Deutschen Roten Kreuz (DRK), des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr Witten, wurde auf dem Trümmergeländer der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) die fachübergreifende Zusammenarbeit im Einsatzfall trainiert.

Nachdem seit 2006 mehrere gemeinsame Übungen auf verschiedenen  Übungsgeländen der Bundesanstalt Technischen Hilfswerk in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurden, war das Gelände der AKNZ nun für alle Teilnehmer unbekannt.

Leider sind die Nutzungszeiten aufgrund von Lärmschutzbestimmungen hier sehr eingeschränkt, so dass sich die Übungsleitung für eine zweigeteilte  Übung am Samstag entschied. Das angenommene Schadensereignis hier war eine großflächige Explosion in einem mit Mischbebauung besiedelten Straßenzug. Aufgabenstellung an die Einheiten war die Erkundung des Geländes, Ortung und Rettung von Verletzten sowie die Bergung von Toten. Die Helfer des THWs wurden für die Erkundung eines zwei geschossigen Kellerraumes  gemeinsam mit der Löscheinheit Stockum der Freiwilligen Feuerwehr eingeteilt. In diesem Objekt konnten sechs verletzte Personen geortet werden, die zum Teil aufgrund der vorgegebenen Gefahrenlage  durch die Kammeraden der Feuerwehr mittels Methoden der Crashrettung gerettet würden.

Im zweiten Teil der Übung erhielt die gemischten THW/Feuerwehreinheit ein stark einsturzgefährdetes Haus zugeteilt. Dieses wurde im Vorfeld durch einen Baufachberatertrupp begutachtet und zu einer NO GO Area eingestuft. Da sich im Gebäude noch verletzte Personen aufhielten, musste mittels Einsatzgerüstsystem (EGS) ein Rettungsturm an der Außenfassade errichtet werden. Nachdem dieser errichtet war, konnte der Notarzt den schwer Verletzten auf dem Dach sicher erstversorgen, und auf den Transport vorbereiten. Unter zur Hilfenahme von Schleifkorb und Rollgliss konnte der Verletzte erschütterungsfrei auf den Boden transportiert werden, wo er dem Rettungsdienst übergeben werden konnte.

Nach dem alle Gerätschaften der  Übungsteilnehmer  wieder einsatzbereit auf den Fahrzeugen  verlastet waren, konnte der Abend mit einem gemeinsamen Grillen und dem schauen des Champions League Finale sowie vielen interessanten Gesprächen zu Ende gehen. Am Sonntagmorgen erfolgte noch eine kurze Übungsaussprache bevor alle Einheiten in geschlossenen Fahrzeugkolonnen zu ihrer Standorte aufbrachen.

Für unseren Ortsverband verlängert sich die Rückfahrt nach Witten unerwartet, denn im Bereich des Autobahnkreuzes Leverkusen, kam es zu einem technischen Defekt am Motor unseres Gerätekraftwagens II (GKW II). Nach einem technischen Halt wurde entschieden, dass der GKW II nicht mehr weiterfahren soll. Um mögliche Folgeschäden auszuschließen, und das Fahrzeug in die zuständige Werkstatt zu überführen, wurde durch die Geschäftsstelle Bochum die Fachgruppe Räumen des Ortsverbandes Schwelm alarmiert. Die Fachgruppe Räumen ist durch ihre Fahrzeugausstattung mit leistungsstarker Zugmaschine und Anhänger Tieflader in der Lage so gut wie alle nicht mehr fahrbereiten THW-Fahrzeuge ohne fremde Hilfe zu transportieren. Nach einer Zwangspause von drei Stunden konnten die letzten Helfer die Übung am späten Nachmittag beenden.             




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