Hattingen, 31.10.2017, von Katy Möller

24 Stunden Dienst der THW Jugenden aus dem EN Kreis

„Einsatz für das THW Witten. Alle Helferinnen und Helfer die Fahrzeuge besetzen, Gruppenführer zur Einweisung ins LUK Büro!“, diese Meldung hörten unsere Junghelferinnen und Jugendhelfer der insgesamt viermal innerhalb des 24 Stunden Dienstes.

Das Technisches Hilfswerk (THW) Ortsverband (OV) Hattingen hatte dieses Jahr den Aufruf an alle Ortsjugenden des Ennepe-Ruhrkreises, sprich an die Ortsjugenden Hattingen, Schwelm, Wetter und Witten, gestellt, ob wir zusammen einen 24 Stunden Dienst machen möchten. Die Idee war noch nicht ganz ausgesprochen, da trafen sich schon alle Ortsjugendbeauftragten zu einer ersten Planungssitzung. Die Ortsjugendbeauftragten einigten sich, dass 2017 der OV Hattingen Gastgeber und somit auch Organisator des ersten gemeinsamen 24 Stunden Dienstes ist.

Nun war es am vergangenen Freitag den 27.10.2017 endlich soweit, dass sich drei der vier geplanten Ortsjugenden, nämlich die Ortsjugenden Hattingen, Wetter und Witten, um 18:00 Uhr im OV Hattingen zum 24 Stunden Dienst trafen.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Ortsbeauftragten aus Hattingen Herrn Ingo Brune und dem Organisator Herrn Kevin Brune wurden zuerst einmal die Schlafplätze eingerichtet. Beim Aufbau der „Disco-Betten“ arbeiteten die Junghelferinnen und Jugendhelfer bereits das erste Mal Hand in Hand und Ortsverband übergreifend zusammen, welches auch eines unserer Ziele dieses Dienstes war.

Nachdem fast alle Betten aufgebaut und jedem/jeder (Jung-)Helfer_in ein Bett zugeteilt war, ertönte aus den Lautsprechern schon der erste Dreiklang mit der nachfolgenden Durchsage: „Einsatz für das THW Witten. Alle Helferinnen und Helfer die Fahrzeuge besetzen, Gruppenführer zur Einweisung ins LUK Büro!“. Der Gruppenführer, der bei dem ganzen 24 Stunden Dienst durch unseren Junghelfer Marco Frank besetzt wurde, bekam die Adresse der Einsatzstelle und den Einsatzauftrag „Pumpenarbeiten zur Sauerstoffanreicherung in einem Fischaufzuchtbecken“ genannt. Kurz darauf setzte sich die THW Jugendgruppe Witten mit dem Gerätekraftwagen (GKW) 1 und dem Mannschaftslastwagen (MLW) 3 in Bewegung Richtung Einsatzstelle. An der Einsatzstelle empfing ein Lotsentrupp des OV Hattingen die Gruppe und führte die Gruppe an das Fischaufzuchtbecken. Der Gruppenführer wies seine Helferinnen und Helfer zuerst in die Lage (Gefahrenpunkte, Sicherheitshinweise, Einsatzauftrag) ein und teilte dann den Truppführerinnen/ Truppführern die Teilaufgaben zu. So musste sich ein Trupp um den Aufbau eines Stativs mit zwei Flutlichtstrahlern kümmern, damit die Einsatzstelle beleuchtet werden konnte. Ein weiterer Trupp kümmerte sich um den Aufbau der Tauchpumpe und den dazugehörigen Schlauchführungen, damit das Wasser aus dem Becken auch wieder in das Becken plätschern konnte und sich somit das Wasser im Becken mit Sauerstoff anreicherte. Nach längerer Inbetriebnahme der Tauchpumpe bekam der Gruppenführer den Auftrag vom leitenden Zugführer Herrn Kevin Brune, dass die Maßnahme erfolgreich beendet ist und mit dem Rückbau begonnen werden kann. So bauten beide Trupps ihre Materialien wieder zurück und verlasteten diese auf dem GKW 1. Im Anschluss wurde der OV Hattingen wieder angefahren, wo um 21:30 Uhr dann erst einmal Verpflegung aufgenommen wurde.

Auch die beiden anderen Ortsjugenden Hattingen und Wetter hatten kurz nach der Alarmierung für Witten einen Einsatzauftrag erhalten, welches bei der Verpflegungsaufnahme zu regem Gesprächsaustausch unter den Jugendlichen führte.

Um 22:30 Uhr wurde langsam die Nachtruhe eingeläutet, welches vielen Junghelfer_innen sehr schwer fiel, da sie noch so aufgeregt vom ersten Einsatz waren.

Mitten in der Nacht, so gegen 1:00 Uhr ertönte wieder der Dreiklang mit einer Durchsage, wo zuerst Hattingen alarmiert wurde, 10 Minuten später Wetter und weitere 10 Minuten später auch Witten. Dieses Mal war der Einsatzauftrag „Amtshilfeersuch der Polizei Hattingen an der Gemüsescheune“, doch dieser Einsatz wurde auf der Anfahrt abgebrochen, da er sich als Fehlmeldung herausstellte.

Nach Ankunft am OV Hattingen wurde die Nachtruhe ein zweites Mal eingeläutet und konnte auch in Ruhe bis morgens genossen werden.

Am Samstagmorgen wurden zuerst die Betten wieder zurückgebaut, bevor sich dann an einem ausgiebigen Frühstückt gestärkt wurde. Im Anschluss wurden alle drei Gruppen aus Hattingen, Wetter und Witten untereinander gemischt und auf die Stationen: „Deichverteidigung mittels Sandsackverbau“, „Abstützen mittels Einsatzgerüstsystem (EGS)“ und „Teamspiele“ aufgeteilt.

An der Station „Deichverteidigung mittels Sandsackverbau“ lernten die Junghelferinnen und Junghelfer wie man Sandsäcke richtig aufeinander stapeln muss und welche Hilfsmittel man benutzen kann, damit kein Wasser durchdringt.

An der Station „Abstützen mittels Einsatzgerüstsystem (EGS)“ lernten die Junghelfer_innen welche einzelnen Bauten mittels EGS gebaut werden können, wie die Materialien im Einzelnen heißen, wie man die persönliche Schutzausstattung gegen Absturz (PSA) richtig anlegt und benutzt und zu guter letzt wurde auch eine keine Wandabstützung mittels EGS gebaut.

An der dritten Station „Teamspiele“ wurden drei Spiele von den Spielleitern angeleitet. Zum einen durfte sich die Gruppe in zwei Teams aufteilen und bei den Spielen „Murmelbahn“ und „Langer Arm“ gegeneinander in den Wettkampf gehen. Bei dem dritten Spiel dem „Fröbelturm“ musste die ganze Gruppe Hand in Hand arbeiten um einen Turm aus Holzklötzen zu bauen. Bei allen Spielen waren Teamgeist und Kommunikation gefragt, welches auch im THW Einsatz stets von hoher Wichtigkeit ist.

Während der Stationsausbildung folgte wieder ein Einsatz, welcher unter dem Stichwort „Verkehrsunfall“ lief. Hierbei musste die Gruppe die einzelnen Teilaufgaben, wie Absichern einer Unfallstelle, Retten von verletzten Personen aus einem Auto, Erste Hilfe Maßnahmen und Weiteres durchführen.

Gegen Ende des 24 Stunden Dienstes wurden alle Gruppen noch einmal gemeinsam alarmiert und es folgte eine gemeinsame Kolonnenfahrt durch das Stadtgebiet Hattingen und Sprockhövel.

Da dieser Dienst sichtlich jedem Teilnehmer gut gefallen hat wurde gleich beschlossen, dass es nächstes Jahr auch wieder einen 24 Stunden Dienst geben soll, denn „nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz!“.


© THW Witten, Goethestraße 8-12, 58453 Witten




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